Das "Making Of

1) Die Idee

Die Idee ist eigentlich wenig aufregend. Doch wer hätte vor 25 Jahren nicht davon geträumt, seine mühsam und penibel ausgeknobelte Strecke aus Sicht der Fahrer zu erleben. (Hier sind die kleinen unterkörperlosen Torsos aus Plastik gemeint. Wie geben die eigentlich Gas?) Nicht zuletzt liegt die Faszination an der Formel 1 ja darin, die neuesten Crashs von Schumacher & Co live aus Sicht der Cockpit-Kamera gemütlich vom heimischen Sofa aus mitzuerleben und dabei herzhafte Chips zu naschen.

2) Die technischen Vorraussetzungen

Die Dinge, die für dieses Vorhaben benötigt werden, sollten heutzutage bei fast jedem ambitionierten Hobbyrennfahrer und Semi-Computer-Profi vorhanden sein:

  • Eine möglichst kleine Digitalfotoknipskiste mit Videofunktion
  • Eine Möglichkeit damit erstellte Aufnahmen irgendwie in den Rechner zu kriegen (z.B. USB-Kabel, Firewire oder Uplink-O-Matik
  • Eine Carrerabahn wäre hilfreich

3) In Medias Res (Im Sinne von "Jetzt aber los")

Die Digitalkamera (eine Canon IXUS 400) hatte ich noch in der Wühlkiste. Die Carrerabahn entdeckte ich zufällig im Wohnzimmer. Zuerst muß mal die Kamera auf einem Carrera Renner mit möglichst großen zulässigen Gesamtgewicht angebracht werden. Zwei Gummibänder (im Fachhandel erhältlich) eignen sich hervorragend zur professionellen Befestigung. Doch leider stelle ich schnell fest, daß die gute Canon-Knipse vor die erste Überfahrt dengelt.

4) Die Konstruktion eines Spezialfahrzeugs

Also wurde kurzerhand aus Kupfer kaschierten Platinenresten, einem ausgedienten Schleifer sowie einer Motoraufhängung ein Spezial-Transport Fahrzeug gelötet und geschraubt,

um die Kamera tiefer zu legen, denn Carrera Universal Fahrzeuge ansich kann man nicht tiefer legen, selbst wenn es sich um Mantas handelt.
Wo ich schon gerade mal dabei war, konstruierte ich flux (nein, nicht der legendäre Kompensator) noch einen Schienenstaubsauger Aufsatz, der sich allerdings als totale Fehlkonstruktion herausstellte (aus Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen will).
Hier gibt es jetzt noch Bilder vom "Transport Chassis" mit der IXUS und mit einer etwas größeren Kamera für Profiansprüche.

5) Durchführung und Nachbearbeitung

Daß man nun den Spezialwagen mit der hoffentlich sicher verzurrten Kamera auf die Strecke setzen und damit ein paar Runden drehen sollte (ohne zu vergessen, vorher den hochwichtigen Auslöseknopf der Kamera

im Videomodus zu betätigen), versteht sich von selbst. Zu beachten ist, daß spontane Ausflüge in die Peripherie der Piste zwar sensationelle Bilder liefern könnten, aber für das Equipment eher schädlich sind. Das ist natürlich kein Problem mit einem wohlhabenden Sponsor an der Seite.
Hinterher wird das aufgenommene Material einfach mit dem Lieblingsschnittprogramm eingelesen, einige Effekte drauf und noch mehr Sounds drunter geworfen, und fertig ist der "Roadmovie made with CARRERA".

6) Wo ist denn nun der Film?

Du kannst den Film in einer von drei Qualitätsstufen herunterladen:

  1. Download Roadmovie(400x320xvid).avi
    XviD Version 400x320 Pixel ca. 8,8MB
    Die Webseite von www.xvid.org.
  2. Download Roadmovie(480x400h264).avi
    MPEG4-AVC (H.264) mit 480x400 Pixel ca. 8,1MB
    Lohnt sich nur für jemand, der einen modernen H.264 Codec installiert hat, was ich nur wärmstens empfehlen kann. Siehe hierzu auch. Was ist H.264?
    Es lohnt sich auch ein Blick auf die beiden Videoplayer MPlayer und VLC.
  3. Download Roadmovie(720x576mpeg2).mpg
    MPEG2 DVD Format 720x576 Pixel ca. 58MB